Freistädter Bier: Braurecht seit 1363

Das Braurecht gilt hier bereits seit 1363, denn Herzog Rudolf IV schenkte den Bürgern von Freistadt das Recht, Bier in ihren eigenen Häusern brauen und ausschenken zu dürfen. Zwischen der Bürgerschaft und der Gemeinde wurde 1770 der Kaufvertrag für die sogenannten Stadtschreibergärten unterzeichnet. Auf diesem Grundstück entstand bis 1780 das Brauhaus und die Bürger schlossen sich zur Braucommune zusammen. Die Beteiligung erfolgte in Eimern. Auf jedem Haus sind mindestens fünf Eimer im Grundbuch eingetragen, ein Eimer mit 56 Litern. Das Gesamtvermögen von 6.390 Eimern wurde auf 149 Brauereibeteiligte aufgeteilt.

Hopfen, Malz und Wasser

Die Braucommune verarbeitet jährlich 1.500 Tonnen Braugerste von der Erzeugergemeinschaft Zistersdorf im Weinviertel und 5.300 Tonnen Doldenhopfen aus dem heimatlichen Mühlviertel mit 55.000 Kubikmetern Mühlviertler Quellwasser aus einem 80m tiefen Brunnen zu reinem, hochwertigen Bier. Die benötigte Hefe wird in der Doemens Bier-Academy exklusiv für die Brauerei kultiviert. Die Freistädter Braucommune behauptet von ihrem Bier, dass es Charakter habe, weil jeder Tropfen ein Stück Heimat sei. Das Freistädter Bier wird weder pasteurisiert oder durch andere Maßnahmen haltbar gemacht. Reinliches und sorgsames Arbeiten stellt hier die Haltbarkeitsgrundlage dar.

Arik Brauer und die Bierbrauer

Der Rotschopf, das kupfern glänzende Bier mit den Röstmalznoten Kaffee, Aschanti und türkischer Honig, ist eine Freistädter Spezialität. Midium und Märzen, das Dunkle und Bio Zwickl ergänzen den Bierreigen der Braucommune. Radler in verschiedenen Geschmacksrichtungen sind naturbelassene Durstlöscher.

Bierbrauen ist eine Kunst, aber auch Arik Brauer macht Kunst. So kommt ein Brauer zum anderen.

Arik Brauer, Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus und die Freistädter Brauerei sind eng miteinander verbunden. Dem Quellwasser ein Denkmal setzen, das wollte die Braucommune, und Arik Brauer lieferte die Idee. 2013 wird der Brauer-Brunnen fertiggestellt. Durch ihn soll das reine Quellwasser geehrt werden, denn ohne dieses kristallklare Wasser könnte das Freistädter Bier nicht gebraut werden. Arik Brauer gestaltete aber auch das Glasfries im Sudhaus, Menschen zwischen Hopfenranken und Gerstenähren, als Symbol einer Braucommune, einer eng verbundenen Bürgerschaft, für die Bier seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle spielt.

 

Hirter Bier: Wenn Tradition und Moderne aufeinandertreffen

Hirter Bier setzt trotz ständiger moderner Veränderungen auf Tradition. Das Bier wird bei Hirter nicht pasteurisiert, sondern doppelt gefiltert. Die Gärung erfolgt in einem aufwendigen 2-Tank-Gärverfahren, dadurch kann es natürlich und lange reifen.

Von der Taverne zur Brauerei

Schon 1270 konnten sich in der Hirter Taverne Ritter und Kaufleute auf ihrer Durchreise laben. Das Bier wurde im eigenen Keller gebraut, der selbst den heutigen Anforderungen gerecht wird. Das „Hudi“, das damalige Hirter Bier, war auch im nahen Domkapitel zu Gurk beliebt, wohin es regelmäßig geliefert wurde.

Heute werden in Hirt zwölf verschiedene Biere gebraut, die sich bereits in der Rohstoffzusammensetzung unterscheiden. Verschiedene Maischen, unterschiedliche Gärungen und je nach Sorte kurze oder lange Reifezeiten, verleihen jeder einzelnen Sorte ihren typischen Geschmack. Das Wasser für die Bierherstellung entstammt einer eigenen Bergquelle, die im Wasserschutzgebiet oberhalb der Brauerei liegt. Es ist weich und wird ohne weitere Aufbereitung verwendet. Ein Anliegen von Hirter ist, Bier naturbelassen herzustellen und auch auszuliefern. So verweigert die Brauerei auch die Abfüllung in Dosen.

Zwölf Sorten Bier – Vom Pils bis zum Biohanfbier 

Neben den traditionellen Bieren, wie Pils, Märzen, Bock und Weizen, wird auch Biohanfbier gebraut, das einen besonders würzigen, aromatischen Geschmack aufweist. Beliebt ist auch das Hirter 1270, das durch die Zugabe von bereits geröstetem, karamellisiertem Braumalz nicht nur seine unverwechselbare Farbe erhält, sondern auch den typischen, malzigen Geschmack. Das Dunkle, das Hirter Morchl, wurde beim European Beer Star mit Silber ausgezeichnet. Das dunkle Braumalz, Hopfen und Karamelmalz führen zu einem malzigen, trockenen Antrunk mit zartbitterem Abgang. Dass Hirter auch stylisch im Trend ist, beweist die Brauerei mit dem Twist Off. Die Aufmachung des Vollbiers mit Märzencharakter ist auffallend und modern. Die Twist Off Verschlüsse sind mit Zahlen versehen und erlauben verschiedene Spielmöglichkeiten in der fröhlichen Biertrinkerrunde.

Mit zehn verschiedenen Gläsern im Angebot, möchte die Brauerei Bierkultur fördern. Das richtige Bier im richtigen Glas mit der richtigen Temperatur genossen, stellt erst wahren Biergenuss dar.

Bier mit Wunschetikett

Eine originelle Geschenkidee liefert Hirter mit der Möglichkeit, Wunschetiketten drucken zu lassen. Das Bier wird so zum persönlichen Geschenk.

Kaiser Bier: Ein beinahe adliger Genuss

„Hast ein Kaiser, bist ein Kaiser“, der Werbespruch klingt seit Jahren in den Ohren der österreichischen Biertrinker. Die Wieselburger Brauerei verführt damit zu wahrlich kaiserlichem Genuss.

Brau Union Österreich AG

Die Wieselburger Brauerei existiert als Privatbesitz seit 1770. 1912 wurde expandiert, indem die Brauereien Kröllendorf, Krems, Melk und Pottenbrunn aufgekauft wurden. Die Wieselburger Brauerei war 1925 Mitbegründer der ehemaligen Brau AG. In den Jahren 1971 bis 1973 wurde östlich der Stadt die modernste Brauerei Europas gebaut. Am Gelände befindet sich auch ein großes Braumuseum, das einen 4000 Jahre alten Bierkelch aus Ägypten beheimatet.

Seit 1998 gehört die Wieselburger Brauerei zur Brau Union Österreich AG, zu der auch die  Sorten Heineken, Zipfer, Gösser, Edelweiss und Schlossgold sowie Puntigamer, Wieselburger, Kaiser, Schladminger, Reininghaus, Schwechater und Desparados gehören. Der Gesamtumsatzerlös der Brau Union Österreich AG beträgt rund 620 Millionen Euro jährlich.

Kaiserliche Biersorten

Die Hauptsorten der Wieselburger Brauerei sind der Kaiser Fasstyp in Flaschen, Dosen oder im Fass und das Kaiser Premium, das nur als Fassbier an die Gastronomie verkauft wird. Spezialitäten  stellen das leichte Kaiser 2,9% dar und das Kaiser Goldquell. Beide sind ebenso wie das Kaiser Doppelmalz in Flaschen und in der Gastronomie frisch vom Fass erhältlich. Das Kaiser Doppelmalz zeigt sich im Glas rotbraun und ist im Antrunk süß und besonders spritzig, im Abgang hopfig. Nur in Flaschen wird das Kaiser Pils abgefüllt, bei dem das Hopfenbittere besonders hervorsticht.

Der Kaiser Sport Radler

Als Radler bieten sich der Kaiser Sport Radler, erfrischend zitronig, und der Kaiser Iso Radler an. Der Kaiser Iso Radler ist ein zucker – und alkoholfreies isotonisches Erfrischungsgetränk. Der Kaiser Iso Radler stellt damit eine spezielle Radlerart dar, die von der Wieselburger Brauerei auf den Markt gebracht wurde.

„Hast ein Kaiser, bist ein Kaiser“ – mit dem Slogan und entsprechendem Sponsoring spornt die Wieselburger Brauerei den Tiroler Fußballclub Wacker Innsbruck an. Auch die Linzer Black Wings schwingen unter der Fahne des Kaisers und hoffen darauf, bald selbst Kaiser zu werden.

 

 

Murauer Bier: Braukunst seit mehr als 500 Jahren

Murau, inmitten der steirischen Bergwelt gelegen, für Weinbau ungeeignet, wird hier seit dem frühen Mittelalter Bier gebraut. 500 Jahre Brautradition stehen hinter dem Murauer Bier. Der Standort ist seit 1492 gleich geblieben, die Brauerei ist somit die älteste in Österreich. Höhen und Tiefen erlebte das Haus in den Jahrhunderten, doch selbst als in den 1980er Jahren das Bierkartellrecht fiel und Bier auf dem freien Markt verkauft werden durfte, konnte sich das Murauer Bier gegen die Konkurrenz behaupten.

Reine Natur im Murauer Bier

Das Reinheitsgebot aus dem 16. Jahrhundert veränderte die Bierwelt. Es durften daraufhin nur natürliche und reine Rohstoffe verwendet werden. Der Murauer Brauerei ist es deshalb ein Anliegen, einen Beitrag zu Natur und Umwelt zu leisten, so ist sie der erste EMAS-Betrieb in Österreich mit der Standort Nummer A-000001. Als EMAS-Betrieb verpflichtet sich die Brauerei, kontinuierliche Verbesserungen bei den Auswirkungen des Betriebes auf die Umwelt  durchzuführen. Die Arbeiten werden dokumentiert und jährlich begutachtet. Der Region Murau fühlt sich das Brauhaus besonders verpflichtet, denn, wie es im Betrieb heißt, kann gutes und einwandfreies Bier nur in einer intakten Region hergestellt werden.

Alte und neue Bierwelt aus Murau

Märzen, Hopfengold und Zwickl werden ebenso nach alter Tradition gebraut wie das Dunkle, das Bock und das Pils. Klassiker dabei ist das Murauer Märzen, das 90 Prozent der Bierproduktion ausmacht. Der Name leitet sich von der Tatsache ab, dass Bier seinerzeit nur bis März gebraut werden konnte. Die Würze konnte nur natürlich gekühlt werden. Eis und Schnee hielten sich, in den Kellern gelagert, jedoch nur bis März. Mit einer Stammwürze von 12,2 Grad und einem Alkoholgehalt von 5,2 Vol. % schmeckt es malzig und mild hopfenbitter.

Die neue Bierwelt präsentiert sich mit Radlern, wobei der Kräuterradler von Murauer völlig alkoholfrei ist. Ausgefallene Mischungen wie Preisel&Bier, eine Mischung aus Märzen und Preiselbeerlimonade, oder Lemongras&Bier gesellen sich zum traditionellen Zitronenmix.

Black Hill – ein feinherbes Bier

Black Hill, nach dem Adelsgeschlecht Schwarzenberg benannt, ist ein schlankes, feinherbes Bier mit einer malzigen Duftnote und wird nur für die Gastronomie gebraut. Einzigartig in der neuen Bierwelt ist auch das Murauer Weißbier, das 2012 als einziges österreichisches Weißbier mit Platin ausgezeichnet wurde. „Stylisch. Steirisch“ wird das Weiße Murauer von der Brauerei bezeichnet, ein Attribut, das auf das ganze Sortiment angewandt werden könnte.

 

Stiegl Bier: Eine familiär und erfolgreich geführte Brauerei

Das Markenzeichen von Stiegl stellt eine rote Stiege dar, die Stiege zum Erfolg, wie die Brauerei das Logo interpretiert. Nicht zu Unrecht, denn Stiegl avancierte zur größten österreichischen Privatbrauerei. Als Familienbetrieb geführt, wird dem Gast beim Besuch der Brauwelt auch Einblick gewährt in die Geschichte des Bierbrauens und des Hauses.

Stiegl braut nach dem Reinheitsgebot von 1516

Der Hopfen stammt aus dem Mühlviertel und wird Ende August bis Mitte September geerntet und bei knapp über 60 Grad einige Stunden getrocknet. Die weitere Lagerung bei Stiegl erfolgt in einem Kühlraum, um die Qualität der ätherischen Öle zu erhalten. Braugerste wird durch Weichen, Keimen und Darren in Malz umgewandelt. Stiegl verwendet zweizeilige Sommergerste, da sie aufgrund des niederen Eiweißgehalts besonders gut zum Brauen geeignet ist.

Hefepilze werden in der Brauerei gezüchtet

Damit der Geschmack der Biere unverändert bleibt, werden die Hefepilze in der Brauerei gezüchtet. Die Hefe ist für die Vergärung des Malzzuckers verantwortlich, der in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt wird. Sie besitzt jedoch auch Aromastoffe, die für die Geschmacksbildung wichtig sind. Dabei wird ober- und untergärige Hefe unterschieden, je nachdem ob sie sich am Boden des Bottichs oder oben absetzt. Obergärig werden Weißbiere, Roggen- und dunkle Biere gebraut.

Goldbräu und Paracelsus Zwickl – Haussortiment und Sondereditionen

Goldbräu, Paracelsus Zwickl, Leicht, Pils und Radler sind die Traditionsbiere des Hauses. Das Paracelsus Zwickl, naturtrüb, wird ungefiltert abgefüllt. Neben den Traditionssorten werden noch sogenannte Hausbiere kreiert. Im September das Lungauer Gold, im Dezember das Weihnachts-Honig-Bier, im Januar und Februar die Männer-Schokolade und in der Fastenzeit das Zölibat, das Fastenbier. Sondereditionen werden jährlich hergestellt. 2012 stand die Braukunst Edition im Zeichen der Olympischen Spiele in London, wo das Stiegl Bier auch im Österreich-Haus ausgeschenkt wurde. Studenten der Universität für Angewandte Kunst entwarfen die amüsant kritischen Flaschenetiketten unter dem Motto „Bierspiele 2012“ mit Aufschriften wie „God sports the Queen“.

Flüx  – Die Limonade von Stiegl

Flüx ist der Name der ersten Limonade, die nach dem Reinheitsgebot hergestellt wird, ebenfalls im Hause Stiegl. Brombeeren, Aronia- und Holunderbeeren werden dazu mit Quellwasser und Gerste zu einem fruchtigen, jedoch nicht süßem Erfrischungsgetränk verarbeitet.

Egger Bier: die zweitgrößte österreichische Privatbrauerei

privatbrauerei egger„Pierpreu Hans Gwercher“ hieß die kleine, 1675 erstmals erwähnte Brauerei in Kufstein, bevor sie im 19. Jahrhundert in den Besitz der Familie Egger überging. 1978 übersiedelte die Privatbrauerei ins niederösterreichische Unterradlberg, wo die Produktion auf dem neuesten Stand der Technik basiert. Die Tradition wird in der Brauerei dennoch nicht vergessen.

Auszeichnungen für hervorragende Biere

Von der deutschen landwirtschaftlichen Gesellschaft wurde Egger bereits dreimal, zuletzt 2012, zum besten Bier gewählt. Aber schon zehn Jahre zuvor bekam Egger zweimal den Preis der Besten als einzige österreichische Brauerei verliehen. Auch bei der Verleihung des International Golden American Award for Quality in New York erhielt Egger als einzige österreichische Brauerei Gold. Bei der Monde Selection wurde Egger nicht nur die Große Goldmedaille für hohe Qualität verliehen, sondern alle Produkte wurden ebenfalls mit Goldmedaillen ausgezeichnet.

Eine erfolgreiche Privatbrauerei

Als zweitgrößte österreichische Privatbrauerei füllt Egger im 3-Schicht-Betrieb ab, eingebraut wird täglich 12 Stunden lang. Die täglich erzeugte Menge Bier entspricht der Füllmenge von 40 LKW-Zügen, bei einer 7 Tage Produktion. Pro Stunde werden 50.000 Dosen und 30.000 Flaschen befüllt, wobei nur rund 20 Prozent exportiert werden, der Rest wird in Österreich getrunken. 2011, ein Rekordjahr, konnten 709.000 hl verkauft werden.

Egger Märzen und ein sehr gutes Leichtbier

Leicht, Märzen, Zwickl1868 und Premium sind die gebrauten Biere bei Egger. Dazu kommen Apfel- und Naturradler sowie der neue der Saison, der Grapfruitradler. Egger Märzen, das süffig malzbetonte Vollbier weist die meisten Auszeichnungen auf, vierfach Gold allein von der deutschen landwirtschaftlichen Gesellschaft. Als gesundes Bier bezeichnet die Brauerei das unfiltrierte Zwickl mit vielen Mineralstoffen und Spurenelementen. Das Premium ist ein spezielles Märzen, fein gehopft und hoch vergoren. Den typischen Geschmack erhält es durch die Braugerste und den Aromahopfen aus der Hallertau, einem in Zentralbayern gelegenen Hopfenanbaugebiet.

Bier aus dem Einwegfass

Das Egger Leicht, mit einem Alkoholgehalt von 3,5 Vol. % und einer Stammwürze von 8,8 Grad Plato, hat ein Drittel weniger Kalorien als die übrigen Biere.
Innovativ zeigt sich Egger mit der New Generation, dem Einwegfass. Nach langer Forschungsarbeit ist das Einwegfass seit kurzer Zeit auf dem Markt und bietet die gleiche Qualität wie die bisher üblichen Stahlfässer. Mit einem Fassungsvermögen von 30 Liter, ist es beliebt bei allen Festen.

Mehr: Die Privatbrauerei Egger

Baumgartner Bier: Familiär, traditionell und gemeinnützig

Seit über 400 Jahren im Familienbesitz, wurde auf Wunsch der Besitzerin Marie Spanlang nach deren Ableben die „Gemeinnützige Baumgartner-Spanlang-Stiftung“ ins Leben gerufen, durch die betagte Menschen und behinderte Kinder unterstützt werden.

Eigenständigkeit der Schärdinger Brauerei Baumgartner bewahrt

schaerdinger brauereiDie Schärdinger Brauerei Baumgartner zählt in Österreich zu den größten mittelständischen Betrieben, die sich die Eigenständigkeit bewahrt haben. In der Brauerei kann auch die einzige Bierapotheke der Welt besucht werden, ein Gastlokal auf zwei Etagen, das einen direkten Blick in die Flaschenabfüllhalle zulässt, im Sommer erweitert durch das Apotheker Gartl. Verraten werden kann, dass hier Bier nicht nur zu Heilzwecken ausgeschenkt wird, obwohl in kleinen Dosen genossen, dem Bier heilende Wirkung zugesprochen wird.

Eine echte Schärdinger Tradition

Aber nicht nur in der Apotheke kann das Baumgartner Bier getrunken werden, sondern auch in der „Bums’n“, dem Bräustüberl im historischen Kern von Schärding. Behauptet wird, dass der Gast in der „Bums’n“ nicht nur süchtig nach dem wohlschmeckenden Bier wird, sondern auch den bodenständigen Innviertler Gaumenfreuden.

Sortenreiches Biersortiment – Fassbiere und Doppelmalz

Märzen und Export werden nicht nur in Flaschen abgefüllt, sondern sind auch die klassischen Baumgartner Fassbiere für die Gastronomie. Auch das würzige Stiftungsbier und das hopfige Pils gelangen auch als frisches Fassbier in Gasthäusern in die Gläser. Das Doppelmalz ist die dunkle Geschmacksschönheit bei Baumgartner, mit 4,8Vol. % Alkohol.

Beginnt der Herbst, warten schon viele Biergenießer auf das goldgelbe, würzige Weihnachtsbock, das Saisonbier aus Schärding mit 7% Vol. %. Der Zwerg der Brauerei ist das in 0,33 Liter Flaschen abgefüllte Baunti Lager mit dem „Reiß dir eine auf“-Verschluss, wie die Brauerei den Bob nennt. Nur im Fass ist das naturtrübe Zwickl erhältlich.

Der Zitronenradler ist legendär

Ergänzt wird das Sortiment durch den klassischen Zitronenradler und, wieder im Zwergenformat, das Baunti Green Lemon, mit dem Aufreißverschluss, das speziell die jungen Biergenießer anspricht. Baunti, das sportliche Bier, das auch Pate stand für den Baunti Cup im Stockschießen. Auch die besten Torschützen bei der Fußballmeisterschaft, sowohl beim Damen- als auch beim Herrenfußball, werden traditionell pro Tor mit einer Kiste Baunti belohnt.

Mehr: Die Brauerei Baumgertner

Villacher Bier: Wenn Tradition und Moderne zusammentreffen

villacher-bier97 Prozent Bekanntheitsgrad in Kärnten zeigen die Beliebtheit des Villacher Biers. Seit 1858 gebraut, wird der Tradition noch heute Rechnung getragen, ergänzt durch moderne und innovative Verbesserungen. Die Rohstoffe für das Villacher Bier unterliegen strengen Qualitätskontrollen, mit einem Geheimnis, warum es mehr als nur einen Durstlöscher darstellt.

Reine Rohstoffe aus Kärnten und hohe Braukultur

Die Rohstoffe stammen nach der Devise „Kärnten. Echt gut“ aus dem eigenen Bundesland. Wasser, Hopfen, Malz und Hefe, mehr braucht es nicht, um ein gutes Bier zu brauen. Oder doch? Höchste Braukunst und Geduld machen das Villacher Bier erst zu dem, was es ist. Schroten, Maischen, Abläutern sind die ersten Schritte. Nur ausgewählte Körner werden verschrotet und beim Maischen mit kristallklarem Gebirgswasser gemischt.

Ein untergäriges Bier aus Villach

Beim Abläutern werden die festen und flüssigen Bestandteile getrennt, der feste Treber ergibt dabei wertvolles Tierfutter. Mit Kochen, Kühlen, Gären geht es weiter. Bei der Gärung wird der Malzzucker durch die Hefe vergoren, nach einer Woche ist das Jungbier fertig. Das Villacher Bier ist ein untergäriges Bier, das heißt, die Hefe setzt sich nach der Gärung am Boden ab. Jetzt muss das Bier rasten, bevor es filtriert, abgefüllt und ausgeliefert werden kann.

Traditionelles Zwickl und trendiger Hugo

Das Villacher Bier zeigt eine große Sortenvielfalt. Vom Märzen über Pur bis zum Pils, vom Bockbier über das Hausbier zum Oktoberbräu und dem Zwickl. Nicht zu vergessen auf die verschiedenen Radler und den Hugo sowie das Dunkle. Der Hugo stellt durch die Beigabe von Holunderblüten, Minzblättern und Zitrone mit nur 2 Vol. % Alkoholgehalt ein schmackhaftes Erfrischungsgetränk dar. Auch der Radler mit seinem typischen Zitronengeschmack weist nur 2,4 Vol. % auf. Ausgefallen wirkt auch die Selection Red, ein rotes Bier, das seine Farbe durch Pilsner Malz und Kramelmalz erhält.

Das richtige Bierglas

Die Einhaltung von Bierkultur erhöht den Trinkgenuss. Je nach Biersorte sollte die Temperatur zwischen 6 und 12 Grad liegen, damit der Geschmack sich voll entfalten kann. Auch die Wahl des Glases spielt eine Rolle. Mit der Regel, je schlanker ein Bier ist, desto schlanker soll das Glas sein, liegt der Biertrinker immer richtig. So gehören dunkle und kräftige Biere in dickwandige Krüge und Kannen. Helle, leicht und liebliche Biere hingegen verlangen zartes Glas.

Das geschmackvolle Villacher Bier, ein reines Kärnten Produkt, steht für Genuss und Lebensfreude, richtig genossen wird es zum Elixier.

Mehr: Villacher Bier Webseite

Trumer Bier: Einzigartig im Geschmack

trumer-bierDie Privatbrauerei Trumer punktet mit einem patentierten und einzigartigen Gärverfahren, der offenen Gärung. Unedle Substanzen werden dabei per Hand abgeschöpft, wodurch eine besondere Milde bei den Bieren erreicht wird. Mehrfache Goldauszeichnungen der Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft, der European Beer Star, der Austrialian Beer Award und der World Beer Cup bestätigen die Qualität von Trumer Bier.

Märzen und Pils aus der Trumer Privatbrauerei

Beim Trumer Märzen lässt die karamelige Note erkennen, dass aus vollem Korn gebraut wurde. Feucht gedarrtes Malz verleiht ihm dabei die goldene Farbe. Das Trumer Pils bezeichnet die Privatbrauerei als Liebeserklärung an das Leben. Mindestens zehn Auszeichnungen haben das Pils zu einem Spitzenreiter seiner Art gemacht. Traditionsgemäß beschränkt sich Trumer auf das ganzjährige Brauen der beiden Biere.

Bieretiketten selbst gestalten und verschenken

Unter dem Motto „Dein Bier, dein Label, Dein Style“ kann das Etikett selbst gestaltet und das Bier in der Bob-Flasche im 20er Karton bestellt werden, auch als Radler.
Saisonal braut Trumer noch ein obergäriges Herbstbier, das durch seine Bernsteinfarbe besticht. Sein Geschmack wird bestimmt durch Röst- und Karamelmalz, eine spezielle Hefe verleiht ihm einen fruchtigen Touch.

Das Bockbier wird saisonal angeboten

Saisonal hergestellt wird auch das Bockbier mit dem klangvollen Namen Imperial, einem angelsächsischen Ausdruck, der für stärker gebraute und hopfenbetontere Biere verwendet wurde, die in die Kolonien geliefert wurden. Durch den höheren Alkoholgehalt wurden sie für die lange Reise haltbar gemacht.

Ein weiteres saisonales Bier ist die Trumer Hopfenselektion, eine aromatische, trockenfruchtige Pilsspezialität. Intensiv strohgelb, kristallklar und leicht moussierend zeigt es seinen Charakter im Glas. Intensiv nach Hopfen duftend, schmeckt es vordergründig nach Geranien, Rosen und Frucht.

In Obertrum imFamilienbesitz seit 1776 

Im Bierkulturhaus in Obertrum wird zum Bierbrauen eingeladen. Nach Anmeldung kann der Gast hier sein eigenes Bier brauen, ein Geheimtipp für Betriebsausflüge und gemeinsame Unternehmungen, bei denen Neues entdeckt werden soll. Bei den Brauereiführungen wird ebenfalls auf die Individualität der Besucher Rücksicht genommen.

Bei der Anmeldung können die gewünschten Stationen selbst zusammengestellt werden. Auf Individualismus scheint bei Trumer generell großer Wert gelegt zu werden, so sind die Biergläser eigens designed, das Design mehrfach ausgezeichnet. Sinnlicher Minimalismus in Glasform, wie die Brauerei betont.

Mehr: Die Trumer Brauerei