Rauchbier – Biergenuss einmal anders

Sie trinken gerne Bier? Sie sind unbekannten Geschmäckern gegenüber offen und probieren gerne Neues aus? Können Sie diese Fragen mit „ja“ beantworten, so wäre vielleicht Rauchbier ganz nach Ihrem Geschmack. Tief dunkle Farbe und rauchiges Aroma: Wenn auch etwas eigenwillig – probieren lohnt sich auf alle Fälle. Doch was genau ist eigentlich Rauchbier und wie ist es entstanden?

Rauchbier mit der rauchigen Note

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Immer öfters wird in den Lokalen auch Rauchbier gezapft

Rauchbier wird auf Grund seines Geschmacks als solches bezeichnet. Durch die Verwendung von geräuchertem Malz erhält dieses Bier die Note von geräuchertem Fleisch. Um die Entstehung des Rauchbieres ranken sich zahlreiche Legenden. Unter anderem soll bei einem Brand in einer Brauerei das dort gelagert Malz durch den Rauch eigentlich unbrauchbar gemacht worden sein. In seiner Not griff der Bierbrauer allerdings auf das verrauchte Malz zurück und siehe da – besonders das rauchige Aroma sagte den Kunden zu und so wurde die Tradition des Räucherns beibehalten und fortgesetzt. Ob nun wahr oder nicht, an der Geschichte ist etwas dran, nämlich dass für die Produktion dieses speziellen Bieres das Malz tatsächlich geräuchert werden muss.

Der Prozess des Räucherns ist allerdings eher historisch bzw. produktionstechnisch bedingt. Die Grundzutat von Bier ist getrocknetes Malz. War einst das Trocknen auf Grund der Wetterbedingungen nicht an der freien Luft möglich, so wurde mittels Feuer nachgeholfen. Dabei nahm das Malz die Hitze und den Rauch auf und gab ihn naturgemäß an das Bier weiter. Gleichzeitig wurde dem Malz die Feuchtigkeit entzogen und wurde dadurch deutlich haltbarer, was vor der Erfindung moderner Kühlmethoden ein großer Vorteil war.

Mit dem Fortschreiten der Technik kam das Rauchbier aus der Mode. Nach der Erfindung von rauchfreiem Malz erhielten nur sehr wenige Brauereien die Tradition des Brauens von Rauchbier aufrecht. Besonders berühmt und bekannt, vor allem unter Bierkennern, ist das Bamberger Rauchbier, auch bekannt als „Aecht Schlenkerla Rauchbier“. Genussecht lässt sich dieses im „Schlenkerla“ bestellen und verkosten, die traditionsreichste und meist besuchte Bierkneipe von ganz Bamberg.

Immer beliebter bei Bierliebhabern

Zugegebenermaßen ist Rauchbier selbst für Bierliebhaber gewöhnungsbedürftig und man sagt diesem Bier nach, dass sich der wahre Genuss erst nach der Konsumation mehrerer Gläser einstelle. Probieren Sie es doch mal selbst und finden heraus, ob Sie dieser Aussage zustimmen können! Durch die industrielle Herstellung von Rauchmalz erlebte das Rauchbier einen neuen Aufschwung und ist mittlerweile im Sortiment verschiedener Hersteller zu finden. Auch das veränderte Konsumverhalten von Biertrinkern bzw. den Konsumenten im Allgemeinen kommt dem Rauchbier zu Gute: Die Nachfrage nach außergewöhnlichen Bieren nimmt stetig zu, ebenso wie die Bereitschaft und Lust neue kulinarische Genüsse auszuprobieren. Immer mehr Menschen kommen so auf den Geschmack.

Ein flüssiges Schinkenbrot

Nicht-Kennern erklärt man das Rauchbier am besten als ein flüssiges Schinkenbrot. Besonders gut zu diesem kräftigen Bier passen deftige Speisen, wie man sie in der deutschen Küche gerne antrifft. Auch für eine Jause mit Schwarzbrot ist Rauchbier ein guter Begleiter. Die Feinschmecker unter den Bierfreunden wissen das Rauchbier zu schätzen: Der Genuss bleibt anfangs im Verborgenen und entfaltet sich erst langsam Schluck um Schluck.

Der Bierdeckel im „Schlenkerla“ spicht’s aus: „Dieweilen aber das Gebräu beim ersten Trunk etwas fremd schmecken könnt‘, laß dir’s nicht verdrießen, denn bald wirst du innehaben, daß der Durst nit nachläßt, sintemalen dein Wohlbehagen sichtlich zunimmt.“ Tauchen auch Sie in bis dato unbekannte Bierwelten ein und lassen Sie sich von der Begeisterung für dieses ursprüngliche, „aechte“ Bier anstecken.

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